Biomasse, was ist denn Biomasse?
Ein dicker Elefant? Ist das Biomasse oder nicht? Irgendwie schon! Pflanzenreste sind auch als Biomasse definiert. Mineralöl ist keine Biomasse — Pflanzenöl hingegen schon. Erdgas ist auch keine Biomasse — aber Biogas… Biogas ist Biomasse. Herrgott, was ist denn nun Biomasse eigentlich? Der Begriff taucht oftmals auf, wenn es um alternative Energien geht. Biomasse ist das, was aus natürlichen, biologischen (und nicht geologischen) Abläufen entsteht: direkt oder indirekt. Mineralöl und Kohle fallen also raus aus der Definition. Da die Grundform der Biomasse — die pflanzliche Biomasse — durch Photosynthese entsteht, also durch Umwandlung der Sonnenenergie, ist Biomasse ein Energieträger. Das wiederum bedeutet: Biomasse kann dazu beitragen, den Energiebedarf der Menschheit zu decken: aus ihr kann beispielsweise in einem Biomasseheizkraftwerk Wärme und Strom gewonnen werden.
Als Biomasse gelten also beispielsweise pflanzliche Produkte und zwar solche, die nicht zum Verzehr dienen: Holz bzw. Pellets ist das vielleicht bekannteste Beispiel. Aber auch tierische Produkte sind Biomasse laut Definition, weil jedes Tier ja direkt oder indirekt die in den Pflanzen gespeicherte Energie aufgenommen hat: als Pflanzenfresser direkt, als Fleischfresser dadurch, dass die gefressenen Tiere Pflanzenfresser waren oder ihrerseits Tiere fraßen, die Pflanzenfresser waren oder Tiere fraßen, die Tiere fraßen… man könnte den Text mit diesem Satz füllen! Also gehört auch der Dung von Tieren, gehören Fleischabfälle zur Biomasse dazu. Und schließlich bezeichnet man viele Produkte als Biomasse, die durch Weiterverarbeitung von Biomasse erzeugt wurden, etwa das Pflanzenöl, das in Ölmühlen entsteht. Biomasse muss nicht in festem Zustand existieren, sondern kann auch gasförmig oder flüssig sein. Nützlich ist sie in jedem Fall!
|
 |